Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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ment mit einem unſäglichen Ausdruck von Mitleid

und doch auch Verachtung auf dem freudeſtrah⸗ lenden Geſicht des Bankiers. Langſam ſtreckte der Unglückliche ſeine rechte Hand empor und machte eine halb drohende, halb warnende Bewe⸗ gung gegen ſeinen ehemaligen Bekannten.

Mit tonloſer Stimme flüſterte er nur: Du! Du!

Hierauf ſchlich er wie ein Schatten, wie ein Nebelbild vorüber. Von Herrn Werths Lippen aber war das fröhliche Lächeln ſogleich geſchwunden, nächdenklich ſtieg er in ſeinen Wagen und warf ſich faſt mißgeſtimmt in die ſchwellenden Polſter deſſelben, augenſcheinlich mit trüben Bildern und unangenehmen Gedanken beſchäftigt.

II.

Die eigentliche Börſenzeit war indeß verſtrichen, nur einzelne Nachzügler ſtanden noch unter den Bäumen, mit welchen der Platz vor dem Gebäude bepflanzt war. Hier und da hatte ſich eine kleine Gruppe gebildet, welche die Ereigniſſe des heutigen