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ein ſchönes Oelgemälde, ſeine ſonſt wohlwollenden und angenehmen Züge verunſtalteten. Sein Teint war roſig wie der eines jungen Mädchens und die Haut ſo zart, daß man die bläulichen Adern dar⸗ unter deutlich ſchimmern ſah. Dazu hatte er die ſchönſten blauen Augen von der Welt, tief und geheimnißvoll gleich einem dunklen Gebirgsſee, lei⸗ der aber waren die Wimpern und Augenbrauen ſo ſparſam und hochblond gerathen, daß auch dieſe Schönheit dadurch eine große Beſchränkung erleiden mußte. Kurz Gottlieb beſaß keine angenehme Gabe der Natur, welche nicht durch einen unbedeutenden Fehler wieder aufgehoben wurde. Eine böſe Fee hatte bei ſeiner Geburt jedes glückliche Geſchenk mit einer üblen Zuthat verſehen, an der er für ſein ganzes Leben zu ſchleppen hatte. Selbſt der Name Hühnerbein war ein ſolches Mißgeſchick, das den freien Aufſchwung ſeiner Seele lähmte. Trotzdem blieb unſer Kleinſtädter ein kindlich guter Menſch und mit ſeiner Geſtalt wie mit ſei⸗ nem Schickſale ſtets zufrieden, obgleich er mannig⸗ fache Urſache zur Klage hatte. Selbſt ſeine gegen⸗ wärtige Lage ertrug er mit Geduld und murrte nicht über all die vergeblichen Verſuche, eine paſ⸗


