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Wenn die Vermiether ihn nur ſcharf anblickten, wurde er ſchon über und über roth, und vor jedem Stubenmädchen, welches ihm die Thür öffnete, machte er eine demüthige Verbeugung, als ob es ein Geheimrathsfräulein wäre. Alle Welt ſah ihm darum auch gleich den Kleinſtädter an, der zum erſten Mal die Reſidenz betrat. Kleinſtädtiſch mußte er auch Jedem vorkommen, das iſt wahr, nicht allein in ſeiner Kleidung, die aus einem ſchlottern⸗ den Sackpaletot und engen karirten Beinkleidern ohne Stege beſtand, ſondern auch durch ſein ganzes Weſen und Gebahren, das eine ganz aus der Mode gekommene Beſcheidenheit und eine rührende Unge⸗ ſchicklichkeit verrieth. Selbſt ſein Name erinnerte allzuſehr an die kleine Stadt, denn wer heißt wohl in der Reſidenz Gottlieb Hühnerbein? Sonſt war unſer Freund gar kein übler jun⸗ ger Mann, gerade gewachſen, nur etwas zu ſchlank und mager. Die langen Arme hingen ihm unge⸗ ſchickt an dem aufgeſchoſſenen Körper nieder und er wußte meiſtentheils nicht, was er mit denſelben beginnen ſollte. Sein Geſicht war ebenfalls fein und regelmäßig gebildet, aber mit unzähligen Som⸗ merſproſſen bedeckt, die, wie unſaubere Fliegenpunkte


