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und redlich theilte er an jedem Abend ſeinen Gewinn, der nicht unbedeutend war, da Fritz früher den größten Theil unterſchlagen hatte. Seit ſeiner Bekanntſchaft mit der armen Familie war in der⸗ ſelben ſein wohlthätiges Walten deutlich zu ver⸗ ſpüren, die wilden, unbändigen Knaben gehorchten ihm auf's Wort und folgten auch der Mutter. Durch Drohungen und kleine, nützliche Geſchenke hatte der Blinde dieſe unbegreifliche Veränderung in kurzer Zeit hervorgebracht. Die beſſer gearteten Mädchen kehrten bald zu der gewohnten Sittſamkeit zurück. Das böſe Beiſpiel, welches Neumann gab, war mit ſeinem Tode vernichtet. Friede und Ordnung herrſchten jetzt, wozu auch Agnes redlich das ihrige gethan hatte. An jedem Tage kehrte der Harfen⸗ mann mit ſeinem Inſtrumente ein und ſpielte und ſang zum Ergötzen für Jung und Alt. Die Kinder lanſchten ſeinen Liedern und hatten ihn von Herzen lieb. Wenn er ihnen noch dazu erlaubte, mit ihren kleinen Fingern die Saiten zu berühren, dann konnte er mit ihnen machen, was er wollte und ſte thaten Alles, was er ihnen anbefahl. Eines Abends, als die Kinder ſchon zu Bette waren und nur Agnes und die Mutter bei dem
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