mit Geduld und fand das Benehmen ihrer Dienſt⸗ herrſchaft ganz in der Ordnung. Karl ſuchte, wie es einem braven Sohne zu⸗ kommt, die Eltern zu entſchuldigen, trotzdem Agnes dieſelben nicht anklagte.
— Die Mutter— ſagte er— iſt daran ge⸗ wiß nicht Schuld, nur der Vater hat es ſo gewollt. Es iſt kein Auskommen mehr mit ihm.—
— Ach, Karl!— entgegnete das Mädchen — ich bin zu Ihrem Unglück nur geboren. Meinet⸗ wegen iſt Streit und Zank in Ihr glückliches Haus jetzt eingekehrt. Ich weiß um Alles, wie's bei Ihnen ſteht. Verlaſſen Sie mich, geben Sie mich auf und kehren Sie zu den Ihrigen zurück.—
— Ich dich laſſen?— rief der junge Mann — Nimmermehr! Sei ruhig. Die Mutter wird ſchon Alles zu leiten und zu lenken wiſſen, und am Ende giebt doch immer der Vater nach.—
— Diesmal geſchieht es ſicher nicht. Mir ſagt’'s mein ahnend Herz.—
— Gut, dann ſoll auch er ſehen, daß ich kein Kind mehr bin. Ich ſchwöre dir zu, daß du mein Weib wirſt, mag er wollen oder nicht!—


