Teil eines Werkes 
1. Band (1852) Christkind-Agnes : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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Karl, um Gottes willen, ruhig! Es iſt Ihr Vater, von dem Sie ſprechen.

Du biſt ein Engel, und kein Menſch auf Erden ſoll dich mir entreißen. Willſt du mein ſein für alle Ewigkeit, ſo gelob' es mir, wie ich in dieſem Augenblick..

Ein ſüßer Schauer erfaßte ſte bei dieſen feier⸗ lichen Worten. Ihr war's, als ob ſie in der Kirche vor dem Tiſch des Herrn ſtände.

Willſt du mein ſein für immer? fragte der wiederholt. Dein für immer, flüſterte ſie, hier

wie dort.

Und nun iſt es gut, ſagte er, indem er Agnes feſter an ſich zog. Jetzt mag ſich er⸗ eignen, was da will, wir ſind einmal verlobt. Doch um Eins bitt' ich dich, von nun an darfſt du nicht mehr Sie zu mir ſagen, ſondern Du, wie ich zu dir ſpreche.

Das war eine ſchwere Aufgabe für Agnes, bis ſie ſich an dieſe traute Bezeichnung gewöhnt hatte. Sie konnte nicht ſo leicht vergeſſen, daß Karl doch der Sohn ihrer geweſenen Brodherrſchaft

war, und es ſchien ihr ordentlich das ſüße Wört⸗