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zunehmen, wenn er gezwungen war, allein auszu⸗ gehn. Der Blinde war gefangen. Er konnte kei⸗ nen Schritt ohne Führer thun. Einigemal hatte er in Abweſenheit ſeines Kerkermeiſters Jemand herbeigerufen, aber Niemand hörte auf ihn.
Ohnmächtig, wie er war, verzweifelte er an der Rettung ſeines Lieblings. Oft faßte ihn dann eine ſchmerzliche Wuth. Er rüttelte und ſchüttelte an der alten Kellerthür, welche trotz ihrer Gebrech⸗ lichkeit ſeiner Anſtrengungen ſpottete.
Es war der letzte Abend vor der beſtimmten Abfahrt nach Amerika, welche der Burſch mit ſei⸗ nem neuen Freunde in dem bekannten Keller feiern wollte. Er hatte den Blinden ſorgfältig wieder eingeſchloſſen, nachdem er die Kaſſenanweiſungen in ſeine Bruſttaſche zuvor geſteckt. Selbſt dieſe Bewegung, ſo leiſe ſte auch ausgeführt wurde, war dem Harfenmanne, trotzdem er nichts ſehen konnte, nicht entgangen. Je näher der Augenblick zur Flucht kam, deſto unruhiger und mißtrauiſcher wurde der Verbrecher. Der Scharfſinn des Blinden errieth Alles, er ahnte, daß keine Zeit mehr zu verlieren ſei. Kaum ſah er ſich allein in ſeinem Gefängniſſe, als er ſeine Anſtrengungen erneuerte.
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