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er noch immer in der Hand. Jetzt in der Nähe erkannte bei dem Licht das Mädchen den Ver⸗ brecher, der kein anderer als Neumann war. Einen Augenblick ſtarrten beide ſich verwildert an. Das war ein furchtbares Wiederſehn!
— Rette mich!— ſtöhnte er und drückte ihr die verrätheriſchen Dietriche in die Hand.
Sie wagte nicht zu antworten. Krampfhaft ſchloß ſich ihre Hand um die falſchen Schlüſſel feſt. Sie dachte in dieſem Augenblicke nicht an ſich, nur an die bleiche Mutter und die Geſchwiſter.
Mit einem Male wurde es hell. Die Haus⸗ thür öffnete ſich, der Flur füllte ſich von allen Seiten. Sämmtliche Hausbewohner ſtrömten herbei. Nachtwächter und Polizei hatten ſich ebenfalls ein⸗ gefunden.„
— Ich bin beſtohlen, ein ruinirter Mann! — jammerte Herr Wieſel, um deſſen dürre Ge⸗ ſtalt ein weiter Schlafrock flatterte. Die tugend⸗ hafte Roſa akkompagnirte ſein Geſchrei. Der Schreck hatte ſie dermaßen verwirrt, daß ſie keinen Anſtand nahm, ihre verwelkten Reize offen jedem Blicke Preis zu geben. In der Eile hatte ſie ſtatt ihrer weißen Nachtjacke die ähnliche Weſte des Herrn 14*


