ſelber eingeſchlafen und träumte ſüß von der
Theuern, die vergebens ihn zum Stelldichein er⸗ wartete. Draußen lauſchte Agnes mit geſpanntem Ohr, drinnen ſchnarchte unſer Korhdon. Sie ver⸗ ging in Ungeduld, während ſeine Phantaſie an ihren Küſſen ſich berauſchte. Sie empfand in der Wirklichkeit das peinliche Gefühl der getäuſchten Erwartung und ihm gaukelte ein holder Traum ihre entzuͤckende Nähe vor. Welch' ein Schalk kann zuweilen das Schickſal ſein, das mit Karl und Agnes ſeine Zauberpoſſen trieb! Der närriſche Kobold, Zufall genannt, verlieh dem Schlafenden daſſelbe Glück, das der Wachenden erſt zu Theil werden ſollte.
Ja, wen Gott lieb hat, dem beſcheert er es im Schlaf!
Agnes aber wachte und blieb allein. Unge⸗ duldig trippelte ſie im Hauſe auf und nieder, wo⸗ bei ſie ſich in Acht nehmen mußte, nirgends an⸗ zuſtoßen. Jetzt hatte die Thür geknarrt. Es war nur der Wind, welcher mit den alten Schlöſſern raſſelte. Regte ſich nicht etwas? Hatte ihr Ohr nicht ein Geräuſch vernommen? Er war es— nein, er war es nicht— und ſie ſah ſich wiederum


