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ihr vergebens zurief: Herz ſei ſtill! Endlich ſchlug die längſt erſehnte Stunde wieder, wo die Alten ſich zu Bette begaben. Heute trieb ſie die Unge⸗ duld früher auf den Hof, als den Geliebten. Sie wartete nicht erſt, bis er die Thür öffnete, ſondern wollte ihm zuvorkommen und ſich an Liebe nicht von ihm übertreffen laſſen. Draußen war es aber unheimlich und düſter. Die goldenen Sterne leuch⸗ teten nicht, wie geſtern. Der Mond war ver⸗ ſchwunden und ſchwarze, dunkle Wolken trieben wie das wilde Heer am Himmel. Von Zeit zu Zeit kam ein jäher Windſtoß einher gebrauſt und rüttelte an dem alten Hinterhauſe, daß die Ziegel von dem Dache praſſelnd in den Hof niederfuhren. Auf der umgeſtürzten Tonne ſaß die ſchwarze Katze und guckte Agnes mit den grünen, funkelnden Feueraugen an. Ab und zu ſtieß das Thier ein klägliches Gewinſel aus. Karl kam noch immer nicht. Wegen des Sturms war ſie in das ſchützende Haus getreten. Auf dem Flur war Alles dunkel und Nichts regte ſich. Wo verweilte er? Nun, der Leſer glaubt's am Ende nicht, und doch iſt es wahr wie das Evangelium. Auf den feſten Schlaf der Eltern wartend, war der Held unſerer Novelle


