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Vorſtellungen wirr emportauchten und eben ſo ſchnell als unnütz von ihr erkannt, aufgegeben wurden. Selbſt die Mährchen aus der Kinderzeit fielen ihr bei. Konnte nicht eine wohlthätige Fee, ein guter Geiſt erſcheinen, und der Verlegenheit mit einem Mal ein Ende machen?
Ach, heut zu Tage giebt es keine guten Gei⸗ ſter mehr! Dann erinnerte ſie ſich der ſchönen Geſchichten in dem zereleſenen Schulbuche von einem verkleideten Fürſten, der die Hütten der Armuth beſuchte und unbemerkt eine Rolle voll Dukaten zur Linderung der Noth zurückließ. Auch damit war es nichts. Die Fürſten ſteigen nicht mehr in die Wohnung des Elends nieder; der perſönliche Ver⸗ kehr zwiſchen dem Herrſcher und dem Volke hat aufgehört. Auch dieſe Poeſte des Throns iſt mit der Zeit verſchwunden.
Als Agnes jede Hoffnung auf Hülfe von Außen aufgegeben hatte, kehrte ſie in ſich ſelbſt zurück und ſuchte in der eigenen Kraft Rettung aus der Noth. Ein Entſchluß dämmerte anfangs dunkel und unbeſtimmt, dann immer klarer und feſter in ihrem Geiſte. Plötzlich hatte der Gedanke Worte gefunden, und faſt erſchrak ſie vor ſich ſelber,


