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II.
Das war eine traurige Nachricht, welche Agnes in der neuen Wohnung von der Mutter vernahm. Tief erſchüttert war das Mädchen zu der bekümmerten Frau herangetreten, welche mit verſchlungenen Händen niedergeſchlagen auf den ſchwarzen Boden ſah. Eine Flucht düſterer Ge⸗ danken und Befürchtungen zog wie dunkle Ge⸗ ſpenſter an beiden vorüber. Unwillkürlich hatte Agnes die Hand der Mutter ergriffen, als fürchtete ſie, in dieſem Augenblicke ſchon von ihr getrennt zu werden. Die übrigen Kinder, welche keine Ahnung hatten, ſaßen auf der Bank in der Nähe des Ofens und wärmten leiſe ziſchelnd an der Gluth die halberſtarrten, rothen Finger. Die Lampe auf dem Tiſche dampfte und der herabge⸗ brannte Docht ſpendete ſpärlich ein trübes, rothes Licht.
Es war recht traurig in der finſtern Keller⸗ wohnung.
— Gottwird helfen— ſeufzte die Mutter, welche
bemüht war, mit einem ſchmerzlichen Lächeln die
Sorge hinwegzuſcheuchen, welche ihre Worte in Agnes hervorgerufen.
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