Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ich Ihnen die Erziehung desſelben als einziges Vermächt⸗ niß ſeiner armen Mutter hinterlaſſen. Ich weiß, daß Sie mich ihm erſetzen werden.

Sie verſprechen mir, keinem Andern dieſes Vor⸗ recht einzuräumen?

Das verſpreche ich Ihnen und Sie werden freudig dieſe Pflicht erfüllen.

So wahr mir Gott in meiner letzten Stunde helfe⸗ das will ich, bekräftigte er laut und feierlich.

Und wir ſcheiden als Freunde? fragte ſie mit wehmüthigem Lächeln.

Als Freunde hier und dort.

Baudiſſen hatte ſeine ganze männliche Faſſung wie⸗ der gewonnen; er umarmte und küßte den Knaben, der ſich feſt an ihn anklammerte; dann begleitete er Martha an den Wagen, der ſie erwartete. Sie reichte ihm mit feuchten Blicken noch einmal ihre Hand, welche er lange Zeit in der ſeinigen hielt.

Auf Wiederſehen! ſagte ſie und deutete nach Oben.

Schmerz und Hoffnung bebten in dem Tone ihrer Stimme; er hatte ſie verſtanden und hoffte wie ſie auf ein Wiederſehen in einer andern, beſſern Welt; dennoch konnte er nicht ſeinen Seufzer unterdrücken.