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verdienen das reinſte, beſte Weib, das Sie von ganzer Seele liebt; ein ungetheiltes Herz, ein nur Ihnen allein gewidmetes Leben, das kann ich Ihnen nicht mitbringen, und darum müſſen wir ſcheiden.“
„Und was ſoll aus Ihnen und Franz werden? Was wollen Sie beginnen?“
„Der Himmel wird uns nicht verlaſſen. Mein Hof⸗ fen iſt auf Gott, der mich bisher ſo wunderbar geführt und nach harter Prüfung mir das Ziel meines ganzen Lebens wenn auch noch in ungewiſſer Zukunft wie den Stern der Verheißung zeigt. Ich werde für meinen Sohn arbeiten, und es wird mir nicht an Kraft dazu fehlen; denn eine Mutter, die für ihr Kind zu ſorgen hat, findet auch immer die nöthige Stärke. Ich will Franz zu einem guten Menſchen heranbilden, ihn vor Irrthümer bewah⸗ ren, ihn glücklich zu machen ſuchen, ſo weit dies in mei⸗ ner Gewalt liegt.“
„Und wenn Ihnen die Sorge um ihn zu ſchwer fallen, wenn Ihre ohnehin nicht allzufeſte Geſundheit darunter leiden ſollte?“ fragte Baudiſſen mit einem be⸗
kümmerten Blick auf die Leidende.
„Dann werde ich mich an Sie wenden. Sie haben ſich ein Recht erworben, uns zu unterſtützen. Sollte der Tod mich vor der Zeit meinem Kinde rauben, ſo werde
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