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dern nützlich zu erweiſen, wozu ſie ſowohl in der Anſtalt ſelbſt, wie in der ausgebreiteten Praxis des ihr befreunde⸗ ten Arztes hinlängliche Gelegenheit fand. Mit ihm be⸗ ſuchte ſie die armen Kranken in der Umgegend, von denen ſie bald gekannt und verehrt wurde. Auch die Liebe und das Zutrauen der Irren und Wahnſinnigen wußte ſie ſich in einem ſo hohen Grade zu erwerben, daß ſie dieſelben mit einem Blick und einem Worte be⸗ herrſchte; ſelbſt der verrückte Zeitungsredakteur, der an häufigen Wuthanfällen litt, ließ ſich von ihr beſchwichti⸗ gen. Sie kannte keine Furcht und wandelte mitten unter ihnen ungekränkt. Wenn ſie ſich in den Zellen und Kran⸗ kenſtüben zeigte, drängten ſich Alle an ſie heran und über⸗ häuften ſie mit ihren Liebkoſungen, denen ſie ſich kaum zu erwehren vermochte. Der Arzt ſchrieb ihr halb im Scherz halb im Ernſt eine beſondere magnetiſche Gewalt über die widerſpenſtigſten Patienten zu und nannte ſie lächelnd ſei⸗ nen beſten Aſſiſtenten.—
Unterdeß war der Winter vergangen und der Früh⸗ ling wieder gekommen. Die Lüfte wehten milder und lockten die jungen Knospen im Garten hervor, die ſich wie Kinderaugen dem goldenen Sonnenlichte öffneten, die Bäume bekleideten ſich mit friſchem Laub und die Wander⸗ vögel kehrten aus dem Süden nach ihrer nordiſchen Hei⸗ math zurück; blaue Veilchen und gelber Crocus blühten


