Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Das ſei fern von mir, aber eben ſo wenig kann ich es mir erklären, wie Sie dazu kommen, einen ſolchen Wunſch nur auszuſprechen.

Ich räume Ihnen ein, daß mein ganzes Beneh⸗ men Ihnen ſeltſam, wo nicht zweideutig erſcheinen muß, aber kann es nicht Verhältniſſe im menſchlichen Leben ge⸗ ben, die uns zu den wunderbarſten Entſchlüſſen drängen? So erging es mir in dem Augenblicke, wo Sie mir mit den lebhafteſten Farben Ihre häuslichen Leiden ſchilder⸗ ten; ich fühlte mich tief ergriffen auf das innigſte ge⸗ rührt. Zu dem Vertrauen und der Verehrung, die Sie mir einzuflößen wußten, geſellte ſich das Mitleid und der lebhafte Wunſch, Ihnen zu helfen. Selbſt unglücklich empfand ich doppelt Ihr Mißgeſchick. Verzeihen Sie, wenn ich mich hinreißen ließ, und beachten Sie nicht weiter meine Worte.

Nein! entgegnete der Paſtor nachdenklich.Die Angelegenheit iſt für mich von zu großer Wichtigkeit, um davon ſo ſchnell abzugehen. Ich geſtehe Ihnen offen, daß mich Ihr Vorſchlag anfänglich überraſchte;; doch im nächſten Augenblicke ſchon erſchien er mir keineswegs ſo abenteuerlich, wie Sie annehmen. Ohne Sie zu kennen, haben Sie in einem hohen Grade meine Theilnahme er⸗ regt. Ich glaube nicht zu irren, wenn ich in Ihnen eine