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lebt hat, iſt jetzt fortgegangen, weil ſie ſich der Laſt nicht gewachſen fühlte. Ich kann es ihr kaum verdenken, daß ſie mich in meiner Noth verlaſſen hat, da die Pflege der Kranken, die Aufſicht über die Kinder und die ganze Wirthſchaft eine wirklich übermenſchliche Geduld und Hingebung fordern. Aus demſelben Grunde habe ich ver⸗ geblich Geld über Geld geboten, um eine geeignete Per⸗ ſon zu finden. Alle meine Schritte waren umſonſt und ich kehre eben von einer Reiſe zurück, die ich eigends zu dieſem Zwecke übernommen habe, ohne glücklicher gewe⸗ ſen zu ſein. Wer wird ſich auch ſo leicht entſchließen, frei⸗ willig in das Haus des Elendes und des Jammers zu treten?“
„Wie gern möchte ich Ihnen helfen, wie gern es nicht bei dem bloßen Worte bewenden laſſen,“ entgegnete Martha von ihrem Mitleid hingeriſſen.„Eine ſolche Stellung, wie Sie mir ſie ſchildern, hat für mich in mei⸗ ner gegenwärtigen Lage etwas unendlich Anziehendes. Ich könnte mich leicht dazu entſchließen, wenn—“
„Sie?“ unterbrach der Paſtor verwundert ihre Rede, ehe ſie dieſelbe noch vollendet hatte.„Sie wollten dieſes Kreuz mir tragen helfen? O! das kann nicht Ihr Ernſt ſein.“
„Halten Sie mich für fähig, über Ihr Unglück zu ſcherzen?“


