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ſchwindet und in thieriſche Stumpfheit immer mehr ver⸗ ſinkt, wie all' die herrlichen Seelenkräfte meines Weibes nach und nach abnehmen, ihr heller Verſtand dem kindi⸗ ſchen Blödſinn weicht, ihr liebevolles, aufopferndes Ge⸗ müth durch eine launenhafte Reizbarkeit und einen ſonſt ihr fremden Egoismus bis zur gänzlichen Unkenntlichkeit verunſtaltet wird. Ich muß es ſehen, wie die verwaisten Kinder ohne mütterliche Zucht und Pflege aufwachſen, die ich ihnen bei aller Liebe nicht erſetzen kann, wie ſie immer mehr verwildern, ohne daß ich es zu hindern im Stande bin. So geht mein ganzes Hausweſen zu Grun⸗ de, da mir überall die treue, aufmerkſame Wirthin fehlt. Ich bin genöthigt, fremden Leuten mein Vertrauen zu ſchenken, die kein anderes Intereſſe als den eigenen Vor⸗ theil kennen. Gibt es wohl ein größeres Unglück als das meinige?“
„Beſitzen Sie denn,“ fragte Martha voll Theil⸗ nahme für den würdigen Mann,„keine Schweſter, keine nähere Anverwandte, die ſich Ihrer verwaisten Fa⸗ milie annehmen und einigermaßen Ihnen Erſatz bieten könnte?“
„Meine Schweſtern ſind verheirathet und haben mit ihrem eigenen Hausweſen ſo viel zu thun, daß ſie ſich um meine zerütteten Verhältniſſe nicht kümmern kön⸗ nen. Eine entferntere Verwandte, die bisher bei mir ge⸗


