Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ſeinen häuslichen Verhältniſſen, indem er das Bedürfniß fühlte, mit Martha über den Grund ſeiner Betrübniß zu reden. Aus ſeinem Munde erfuhr ſie, daß er Paſtor ei⸗ ner bedeutenden Gemeinde ſei und in verhältnißmäßigem Wohlſtande bisher gelebt habe. Glücklich verheirathet, mit geſunden und ſchönen Kindern geſegnet, zufrieden mit ſeiner ehrenvollen Stellung und ſo vermögend, daß er keinen billigen Wunſch ſich verſagen durfte, hatte er allen Grund zur Zufriedenheit. Da wurde ſeine Frau von einem Schlaganfall getroffen, ihr Körper und noch mehr ihr Geiſt gelähmt. Unheilbar mußte er die treue Gefährtin, die Mutter ſeiner Kinder auf dem Siechen⸗ bette im eigentlichſten Sinne gefeſſelt ſehen, da ſie nach ſeiner Schilderung kein Glied zu rühren vermochte. Weit trauriger für ihn war aber der Zuſtand ihres Geiſtes, der unaufhaltſam einer gänzlichen Zerrüttung entgegen⸗ eilte.

Sie können ſich, fuhr er in ſeinem Berichte fort, kaum eine Vorſtellung von meiner furchtbaren Lage ma⸗ chen. Durch dieſen Unglücksfall iſt mein ganzes häusli⸗ ches Glück zerſtört. Der Tod kann nicht halb ſo ſchrecklich ſein wie dies allmälige Abſterben meiner armen Frau, das ich täglich vor den Augen habe. Ich muß es ſehen, wie dieſe ſchöne Seele langſam zerbröckelt, gleichſam ſicht⸗ bar vor mir in Verweſung übergeht, wie ihr Geiſt dahin⸗