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bis endlich die Alles lindernde Hand der Zeit erſt die dauernde Heilung bringt.
In ſolch' kummervoller Lage vermag zwar eine wechſelnde Natur das Leid momentan zu beſchwichtigen, weil ſie ſtill und ohne ſich aufzudrängen mit uns zu ſym⸗ pathiſiren ſcheint; wogegen die Geſellſchaft der Menſchen uns nur bedrückt, da wir ſelbſt in dem Fremden und Unbekannten unwillkürlich an diejenigen Perſonen erinnert werden, welche wir ob mit Recht oder Unrecht als den einzigen Grund und die Urſache unſeres Unglückes und unſerer Qualen anklagen. Wir fühlen das Bedürfniß, uns von ihnen abzuſchlie ßen, wir meiden ſie wie erklärte Feinde und ziehen uns vor ihnen zurück, ſelbſt ihr Mit⸗ leid und ihre Theilnahme thut uns nur w bch und klingt in unſeren Ohren wie ſchlecht verhehlte Schadenfreude. Aus dieſem Grunde mochte auch Martha jede Berührung mit ihren Reiſegenoſſen vermieden haben; ſie hielt es nicht einmal der Mühe werth, einen Blick auf ſie zu werfen, obgleich es ihr bei der ſchwachen Beleuchtung ohnehin ſchwer gefallen wäre, eine oder die andere Phyſiognomie herauszuerkennen. Theilnahmlos ſah ſie deshalb an den verſchied denen Halteplätzen die Leute kommen zaid gehen, ihre bi sherigen Geſellſchafter ſcheiden und neue Paſſa⸗ giere einſteigen. Was kümmerten ſie die Menſchen, vor denen ſie ſich am liebſten ganz verborgen hätte?


