Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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jagend, von ſtiebenden Feuerfunken begleitet. Vorbei flo⸗ gen die hell erleuchteten Häuſer der Vorſtadt, Gärten und Bäume, benachbarte Dörfer und einzeln ſtehende Hütten, die weit zurückblieben. Am Horizont erſchien die ſilberne Mondſcheibe, langſam emporſteigend; das ſchimmernde Licht ſpiegelte ſich in den Wellen des vorbeirauſchenden Flußes, über den die unter dem Zuge geiſterhaft dröh⸗ nende Brücke führte, ein herrlicher Bau aus gewaltigen Ouadern von weißen Zinnen gekrönt und auf mächtigen Pfeilern ruhend. Zu beiden Seiten des mondbeglänzten Stromes zogen ſich die grünen Ufer, weit in dämmern⸗ der Ferne ſich verlierend, bis ſie in nächtliche Schatten zerfloſſen. Weiße Nebel ſtiegen aus den dampfenden Wie⸗ ſen und Gründen empor, wogten auf und nieder, huſch⸗ ten und ſchwankten zu phantaſtiſchen Geſtalten geballt wie ein ſpielender, neckender Elfenchor. Dort regte ein Kirch⸗ thurm in die Wolken, eine abgeſtorbene Eiche am Wege ſtreckte drohend und warnend ihre knorrigen Aeſte der ſauſenden Dampfmaſchine entgegen, welche ſchnaubend vorüberfuhr und unaufhaltſam in das Dunkel eines Jahr⸗ hunderte alten Waldes drang, daß die greiſen Stämme von der Wurzel bis zum Wipfel bebten und die Vögel im Laube erſchrocken aus ihrem Schlafe emporfuhren, laut über ſolche Entweihung klagend. Vorwärts raſ'te die Loko⸗ motive ohne Halt und Widerſtand über Fluren und Felder,

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