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daß ſie zum Verkaufe ausgeboten und von dem Meiſtbie⸗ tenden erhandelt wurde.
Was bedeutete jene öffentliche Beſchimpfung, die ſie eben erſt erlitten, gegen dieſe geheime Schmach? Das Gift, welches die Theaterſchlange in ihre Seele träufelte, lähmte für einige Zeit ihre ganze Willenskraft; ſie war auf einen Stuhl hingeſunken und ſtarrte mit düſteren Blicken vor ſich nieder, während ihr Geiſt über finſtere Entſchlüſſe brütete. Herr Silbermann war geneigt, ihr Stillſchweigen als ein für ſich günſtiges Zeichen anzuſehen.
„Nicht wahr?“ ſagte er,„Sie haben ſich nun ſelber überzeugt. Jetzt hindert Sie nichts mehr, die Meinige zu werden. Geben Sie mir Ihre Hand und ſchlagen Sie ein.“
Zugleich ſuchte er ſich ihres herabhängenden Armes zu bemächtigen. Dieſe Berührung weckte ſie aus ihrer bis⸗ herigen Apathie; mit einem jähen Sprunge ſchnellte ſie von ihrem Sitz empor und ſtieß den Zudringlichen zurück, ſo daß er erſchreckt einige Schritte weit von ihr taumelte.
Hoch aufgerichtet, mit funkelnden Augen und flam⸗ menden Wangen wies ſie mit der ausgeſtreckten Hand nach der Thür.
„Fort!“ rief ſie in einem Tone, vor dem der gäm⸗ merliche zuſammenbebte.„Fort! Mir aus den Augen!“
Die Majeſtät ihres Zornes, der imponirende Aus⸗ druck ihrer geſpannten Mienen, ihre drohenden Blicke,


