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Arbeit das größte Vergnügen. Außerdem bin ich in mei⸗ nen Verhältniſſen genöthigt zu ſparen, da meine Gage, wie Sie wohl wiſſen, nicht die glänzendſte zu nennen iſt.“
„Wenn Sie nur wollen, ſo können Sie augenblicklich wie eine Fürſtin leben. Mein ganzes Vermögen lege ich zu Ihren Füßen.“
„Das kann nicht Ihr Ernſt ſein,“ antwortete ſie ihm ausweichend.
„Mein völliger Ernſt,“ rief die Theaterſchlange lei⸗ denſchaftlich.„Sie brauchen nur ein wenig Ihre bisherige Sprödigkeit gegen mich abzulegen, und Sie ſollen meine Großmuth kennen lernen. Auf ein Paar tauſend Thaler ſoll es mir nicht ankommen. Aber Sie wollen mich nicht verſtehen.“
„Nein! Ich will und werde Sie nie verſtehen. Ver⸗ ſchonen Sie mich mit Ihren beleidigenden Anträgen, oder verlaſſen Sie mich auf der Stelle.“
„Die Sprache bin ich ſchon gewohnt, aber ich weiß auch, was dahinter ſteckt. Glauben Sie mir, ich bin ein alter Praktikus und laſſe mich nicht ſo leicht abſchrek⸗ ken. Ereifern Sie ſich nicht, wir wollen ruhig und ge⸗ laſſen bleiben. Was fürchten Sie? Das Urtheil der Welt. Pah! Wer wird ſich daraus Etwas machen? Sie ſind Schauſpielerin und als ſolche ſtehen Sie hoch über der öffentlichen Meinung. Was nützt Ihnen die Tugend?


