Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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tungen auch nicht einen Schritt weiter gekommen war. Bei der erſten Gelegenheit, wo er mit ſeinen Anſprüchen zwar entſchiedener, aber noch immer in den Grenzen des Anſtandes hervorzutreten wagte, hatte Martha eben ſo⸗ beſtimmt als ſtreng ihn zurückgewieſen, ſo daß er be⸗ ſchämt ſeinen Rückzug nehmen mußte. Nichts deſto we⸗ niger ließ er ſeine Hoffnungen keineswegs ſchwinden, da er neben andern großen Eigenſchaften auch jene Zähig⸗ keit beſaß, welche man ſchon mit dem Namen einer un⸗ verſchämten Zudringlichkeit bezeichnen dürfte. Geſtützt auf ſeine langjährigen Erfahrungen hielt er jede Schau⸗ ſpielerin für zugänglich und käuflich. Eben ſo wußte er, oder glaubte er als tüchtiger Geſchäftsmann zu wiſſen, daß eine Waare um ſo billiger zu bekommen ſei, wenn der Verkäufer ſich in der Nothwendigkeit befindet, ſie um je⸗ den Preis loszuſchlagen. Seinem Scharfblick war es nicht entgangen, daß ſowohl für Martha wie für Fer⸗ dinand dieſer ungünſtige Zeitpunkt eingetreten ſei. Die Aermlichkeit ihrer Garderobe, die Einſchränkungen, die ſie ſich augenſcheinlich auferlegen mußten, eine gewiſſe ge⸗ drückte Stimmung verkündigten dem feinen Beobachter den Mangel jenes belebenden Metalls, das einen galvani⸗ ſchen Reiz auf jeden Menſchen übt. Auf dieſen Umſtand gründete Herr Silbermann ſeinen wohldurchdachten Plan, von dem er ſich den gewünſchten Erfolg mit Sicherheit