Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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gang von der Bühne ſeine eigene Stellung zu verlieren, brachte ihn für einige Zeit zur Beſinnung; er mied ſeinen gewöhnlichen Umgang und beſuchte die Fuchshöhle weit ſeltener als ſonſt.

Dieſe ſcheinbare Beſſerung, welche Martha geneigt war, auf Rechnung ſeiner edleren Natur zu ſetzen, hatte jedoch noch einen geheimen Grund. Ferdinand's Kaſſa war vollkommen erſchöpft, die letzte Gage längſt verzehrt und ſelbſt die kleine Summe, welche Martha erſpart und ihm zur Verwahrung gegeben hatte, von ihm angegriffen worden. Seine bisherige Hilfsquelle drohte ebenfalls zu verſinken, da ſich Herr Silbermann weigerte, länger ſei⸗ ner Verſchwendungsſucht Vorſchub zu leiſten. Mit jedem Tage zeigte ſich die ſonſt ſo gefällige Theaterſchlange ſchwieriger, ja ſie forderte ſogar das bereits ihm vorge⸗ ſtreckte Kapital mit Ungeſtüm zurück und drohte wegen ei⸗ niger fälligen Wechſel den Schauſpieler nächſtens einſper⸗ ren zu laſſen.

Die Schuld dieſer Strenge aber trug Martha, ohne es zu wiſſen, einzig und allein. Herr Silbermann war ein durchaus praktiſcher Mann und nicht länger geneigt den ſchmachtenden Anbeter zu ſpielen; er verlangte Ge⸗ genliebe und reelle Beweiſe für dieſelbe. Leider ſah er ſich in ſeinen bisherigen Erwartungen getäuſcht, da er trotz ſeiner wiederholten Beſuche und verſteckten Andeu⸗

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