16
geſchichten aus den Geheimniſſen der Couliſſenwelt auf⸗ getiſcht.
Nach und nach war aber der Stoff erſchöpft, und da Herr Schürlein noch immer nicht zum Vorſchein kam, wurde die Geſellſchaft ungeduldig. Der Liebhaber mit dem ſchönen Bart wandte ſich an einen jungen Mann, der die mittlere Stellung eines Bedienten und Sekretärs in dem Geſchäftsbureau des Agenten bekleidete und an einem Sei⸗ tentiſche ungeſtört von der lauten Unterhaltung mit eini⸗ gen ſchriftlichen Arbeiten ſich beſchäftigte.
„Haben Sie denn Herrn Schürlein geſagt,“ fragte der Liebhaber,„daß ich hier bin?“
„Allerdings.“
„Und warum komme ich nicht vor?“
„Weil er zu thun hat.“
„Wer iſt denn bei ihm?“
„Herr Baudiſſen.“
„Herr Baudiſſen, immer und ewig Herr Bau⸗ diſſen,“ murrte der Liebhaber.„Man kann jetzt keine
Theaterzeitung in die Hand nehmen, ohne ſeinen Namen
zu finden, als ob es gar keinen andern Schauſpieler mehr auf der Welt gäbe.“
„Baudiſſen!“ miſchte ſich Ferdinand in's Geſpräch. „Ich habe vor mehreren Jahren einen jungen Anfänger gekannt, der dieſen Namen führte. Damals trat er nur


