Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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müthig war nie zurückzuweiſen, um den edlen Geber nicht zu beleidigen.

Ganz in ähnlicher Weiſe, oder wo nicht etwas ſchlechter behandelte er die armen Schriftſteller, deren Mannſkripte er vertrieb. Zuweilen kaufte er ihnen ihre dramatiſche Arbeiten unter Bedingungen ab, die dem ärgſten Wucherer alle Ehre gemacht haben würden; auch leiſtete er den Bedürſtigen Vorſchüſſe, natürlich gegen Sicherheit und auf nicht im Landrecht vorgeſehene Pro⸗ zente. Nur der ſchwärzeſte Undank konnte ihn deshalb an⸗ klagen und einen Halsabſchneider nennen, da er fortwäh⸗ rend, wie er behauptete, nur die Intreſſen der Kunſt im Auge hatte, die jedoch mit den ſeinigen ſtets zuſammen fielen..

Als Herausgeber eines vielgeleſenen Theaterblattes beſaß er eine anerkannte Macht, die er jedoch nur dann mißbrauchte, wenn ſein edles Streben verkannt wurde. Wehe dem Schauſpieler, der ſich an einen andern Agen⸗ ten wendete! Beſſer, er wäre nie geboren worden; denn von nun an war er den Angriffen einer ſchonungsloſen Kritik ausgeſetzt, die ſich nicht nur auf ſeine Leiſtungen ſondern ſelbſt auf ſeinen Charakter und ſeine innerſten Privatverhältniſſe erſtreckte. Wehe aber auch dem Schrift⸗ ſteller, der ſeine Arbeiten entweder ſelbſt, oder durch ei⸗ nen Concurrenten des Herrn Schürlein vertreiben ließ.

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