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Wie es in der Thier⸗ und Pflanzenwelt Schma⸗ rotzer gibt, die ſich auf einem fremden Körper einniſten und aus deſſen Säften ihre Nahrung ziehen, ſo hat auch die göttliche Kunſt ihre Schmarotzerthiere, die ſich auf ihre Koſten ernähren, gedeihen und fett werden. Solch' ein Thierchen war auch Herr Schürlein, der Beſitzer eines dramatiſchen Geſchäftsbureaus und Herausgeber eines Theaterblattes, das, wie man ſich denken kann, die Kritik in höchſt unparteiiſcher Weiſe übte. Herr Schürlein„machte in Kunſt und Theater“, wie andere Makler in Oel und Spiritus, wobei auch er bedacht war eine möglichſt hohe Proviſion für ſich bei dem Geſchäfte herauszuſchlagen. Er verſorgte die Direktoren mit Liebhabern und Liebhaberinnen, Helden und Vätern, Soubretten und zärtlichen Müttern, ſein Lager war mit all' dieſen„Artikeln“, wie er ſelbſt zu ſagen pflegte, reichlich verſehen. An Waaren dieſer Art von der beſten bis zur ſchlechteſten Sorte war kein
Mangel, und auch an Abnehmern fehlte es ihm nicht, da er ein geriebener Geſchäftsmann war. Für ſeine Be⸗ mühungen ließ er ſich allerdings ſo gut als irgend mög⸗ lich bezahlen. Gewöhnlich nahm er, wenn er ein Enga⸗ gement glücklich zu Stande gebracht hatte, nicht mehr als zwanzig Prozent, oder eine halbe Jahresgage, ungerech⸗ net die freiwilligen Gaben und Geſchenke, die er ſo groß⸗


