Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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gefunden zu haben glaubte; von Neuem ſah ſie ſich in die Welt hinaugeſtoßen und den Stürmen des Lebens preisgegeben. Die alte Tracht konnte ſie nur mit Schau⸗ der anſehen, da ſie dadurch an eine trübe Vergangenheit erinnert wurde. Das Kreuz, welches ſie aus der Hand der Fürſtin ſelbſt erhalten hatte, glaubte ſie behalten zu dürfen; ſie verſteckte es jedoch tief an ihrem Buſen, um es den ſpähenden Blicken der Schweſter Suſanna zu entziehen, die ſich bereits eingefunden hatte, um auf Anordnung der Oberin Martha aus der Anſtalt zu begleiten.

Die Würdige machte dazu ein wahrhaftes Büttel⸗ geſicht, indem ſie ſo viel als möglich den eiſigen Ton und die vornehme Haltung der Oberin zu kopiren ſuchte, was ihr natürlich einen höchſt komiſchen Ausdruck verlieh, ſo daß Martha trotz ihrer Leiden lächeln mußte.

In ihrer Begleitung ging ſie jetzt über den Hof denſelben Weg, den ſie vor wenigen Monaten gekom⸗ men war.

Es war ein trüber, regneriſcher Morgen; feuchte Nebel lagerten ſo dicht um das Gebäude und den daran gränzenden Canal, daß Alles in eine trübe, graue Maſſe aufgelöſ't, die ſchmutzige Erde mit dem wolkenſchweren