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Himmel zu verſchmelzen ſchien. Ein feiner, vurchdringen der Regen rieſelte ohne Aufhör nieder und drang durch Mark und Bein mit eiſiger Näſſe.
Hinter Martha ſchloß ſich das Thor und mit ihm die einzige Zufluchtsſtätte, die ſie noch beſeſſen; vor ihr lag wie ein wüſtes chaotiſches Bild die große Stadt mit ihren dunklen Häuſern, düſter brennenden Gaslaternen und rauchenden Schornſteinen, welche aus dem ogen⸗ den Nebelmeere emportauchten.
Nathlos ſtand ſie da, ohne zu wiſſen, wohin ſie ihre Schritte lenken ſollte. In der einen Hand hielt ſie ein Bündel mit den nothwendigſten Kleidungsſtücken, in der andern das Vogelbauer, welches ſie um keinen Preis zurückgelaſſen hätte. Das arme, wie ſie frierende Thier⸗ chen ſtieß einen bangen Klagelaut aus. Ein Gefühl der troſtloſen Einſamkeit überkam die Ausgeſtoßene.
Da tauchte ein Schatten neben ihr empor, eine ſchwankende, in der herrſchenden Dämmerung fremdar⸗ tige, über das gewöhnliche Maß hinauswachſende Geſtalt ſtand an ihrer Seite. Sie zitterte davor wie vor einem böſen Geiſte.
„Komm!“ ſagte die bekannte, heiſere Stimme Fer⸗ dinand's.„Wir müſſen ein Unterkommen bei dem ver⸗


