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gelächter der Schweſtern empfangen zu werden, oder dem gelben Geſichte der Oberaufſeherin zu begegnen.
Es rührte ſich nichts, Alles blieb ſtill.
Wie ſie ſo athemlos den Gang dahinflog, zuweilen ſich nur ſcheu umblickend! Schon glaubte ſie ihr Ziel er⸗ reicht zu haben— nur noch wenige Schritte, und ſie befand ſich unbemerkt in ihrer Zelle; da bewegte ſich ein weißer Schatten; er kam immer näher, eine hohe Geſtalt, welche einem Geſpenſte glich. Es war die Oberin im langen Nachtgewande, in ihrer Hand hielt ſie eine brennende Kerze. Martha bedeckte mit beiden Händen ihr Geſicht und ſtieß einen leiſen Schrei aus.
Lieber hätte ſie den Tod geſehen, als dieſen ver⸗ ächtlichen, kalten Blick ertragen, der ſie zu vernichten drohte. 3 „Folgen Sie mir!“ gebot ihr eine harte Stimme.
Mechaniſch gehorchte ſie dem ſtrengen Befehle, laut⸗ los ging ſie hinter der Gebietenden her, die endlich vor ihrer eigenen Wohnung ſtehen blieb.
In dem bekannten Vorzimmer wartete Schweſter Suſanna, die mit ſchlecht verhehlter Schadenfreude vor Begierde brennte, Zeugin einer nach ihrer Meinung noch immer viel zu gelinden Beſchimpfung zu ſein. Leider je⸗ doch wurde ihr dieſer fromme Triumph nicht gegönnt, da


