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„Damit die ganze Anſtalt aufwacht und Zeuge mei⸗ ner Schande wird.“
„Zum Henker! Du kannſt doch nicht verlangen, daß ich die ganze Nacht auf dem Hofe hier zubringen ſoll, ſo angenehm mir auch Deine Geſelſſchaft iſt.“
Ehe Martha ihn noch hindern konnte, hatte er ſich ſchon der Thüre genähert, gegen die er jetzt mehrere Male mit geballter Fauſt anſchlug.
Niemand ließ ſich aber hören, Alles blieb ſtumm wie zuvor.
„Wenn nicht geöffnet wird,“ ſchrie Ferdinand un⸗ geduldig,„ſo mache ich einen Skandal, daß das ganze fromme Neſt zuſammenſtürzt. Aufgethan! oder ich breche die alte Thüre mit Gewalt ein.“
Ehe er jedoch mit dieſer unvernünftigen Drohung Ernſt machen konnte, wurde der Riegel von Innen leiſe wie mit einer geheimnißvollen Geiſterhand zurückgeſcho⸗ ben. Keine menſchliche Seele wurde ſichtbar, kein ver⸗ dächtiger Ton laut, und doch empfand Martha eine un⸗ beſchreibliche Angſt, welche durch dies unheimliche Schweigen nur noch geſteigert wurde. Wie ein gehetztes Wild eilte ſie athemlos durch den Corridor nach ihrer Zelle zu, ohne ſich nach dem ihr fluchend folgenden Be⸗ gleiter umzuſehen.
Jeden Augenblick erwartete ſie, von dem Hohn⸗


