Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Ich bin verloren, flüſterte ſie zu Ferdinand, der unterdeß ebenfalls herbeigekommen war.

Was iſt geſchehen? fragte er verwundert über die ſtattfindende Verzögerung.

Die Thür iſt verſchloſſen, der Riegel vorgeſcho⸗ ben.

Das iſt ja ein herrlicher Spaß.

Scherze nicht; der Vorfall kann für mich die ſchlimmſten Folgen haben. Die Oberin wird mir niemals das gegebene Aergerniß verzeihen.

Was kümmert Dich das ganze Muckerpack; Du kannſt ihm getroſt ein Schnippchen ſchlagen, da Du ohnehin Morgen mit mir gehſt.

Aber die Schande, wenn man mich hier mit einem fremden Manne trifft! Was werden die übrigen Schwe⸗ ſtern dazu ſagen? Ich werde beſchimpft und für immer entehrt in ihren Augen da ſtehen.

Thorheit! Du hängſt, wie ich ſehe, noch an Vor⸗ urtheilen. Beruhige Dich! Vielleicht gibt es noch einen andern Eingang.

Ich weiß keinen, entgegnete ſie verzweiflungsvoll, durch den wir, ohne Aufſehen zu erregen, in das Haus gelangen können.

So werde ich klopfen. Ich ſtehe Dir gut dafür, daß uns aufgemacht wird.