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hervor, das ſie ſchon lange nicht gekannt. Alles ging hier ſeinen gemeſſenen Gang, wie in einem großen Maſchinen⸗ werk, wo ein Rad in das andere eingreift, eine Walze in die andere treibt und ſo leicht keine Störung von Außen befürchten läßt.
Für ein verwundetes Herz und eine verletzte Seele gibt es kein beſſeres Heilmittel, als eine ſolche ſtille Ein⸗ förmigkeit, deren Monotonie wie ein linder Balſam wirkt.—
Selbſt die kleinen Zurechtweiſungen, das komiſche Schmollen, Brummen und Schelten der alten Veronika ließ ſich Martha trotz ihres Stolzes mit Geduld gefallen, weil ſie das gutmüthige Weſen der Wunderlichen, un⸗
geachtet der rauhen Schale, nicht verkannte und von dem Standpunkte einer beſſeren Erziehung manche verletzende Eigenthümlichkeit der Küchenregentin überſah. Von den übrigen Mädchen, welche in der Küche beſchäftigt waren, hielt ſie ſich dagegen noch entfernt, weil ſie kein Bedürf⸗ niß fühlte, ſich irgend anzuſchließen, und die Meiſten, allerdings einer andern Lebensſphäre angehörig, einen Mangel an eigentlicher Bildung verriethen, der Martha von ihnen zurückſchreckte.
Dieſe Abgeſchloſſenheit trug ihr den Spottnamen „die Prinzeſſin“ ein, welchen ſie ohne Widerwillen hin⸗
nahm. Kam ſie ſich doch ſelbſt in ihrer gegenwärtigen
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