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daß Du mich vergeſſen hätteſt, ſeitdem Du Oberwärterin auf der Krankenſtation geworden biſt, und daß der Hoch⸗ muthsteufel auch in Dich gefahren ſei.“
„Wo denkſt Du hin, liebe Veronika?“ antwortete lächelnd die Angeredete.
„Ja, ja,“ brummte die Köchin gutmüthig.„Ihr Andern glaubt etwas Abſonderliches zu ſein, weil ihr in die Medizin hineinpfuſchet, oder gar ein Paar lateiniſche Brocken aufgeklaubt habt. Darum ſeht Ihr auf Unſer⸗ einen über die Achſeln an; aber wenn wir nicht wären, müßtet Ihr Alle hungern und hättet auch nicht einen Biſſen zum Eſſen.“
„Das iſt wahr,“ ſagte Getrud zuſtimmend, da ſie die wunderlichen Launen der Alten und ihre Schwäche ſchon kannte.
„Du biſt freilich,“ fügte dieſe ſchnell beſänftigt hin⸗ zu,„beſſer und geſcheidter wie die Uebrigen. Dafür ſollſt Du auch ein Süppchen zu koſten bekommen, wie es in kei⸗ ner Küche der Welt kräftiger gekocht werden kann. Aber wen haſt Du mir denn da mitgebracht?“ fragte ſie mit einem mißtrauiſchen Blick auf Martha.
„Eine Schülerin, welche Dir die gnädige Oberin durch mich zuſchickt.“
„Da wird man wieder ſeine liebe Noth haben,“ ſeufzte komiſch Veronika.„Ich wette darauf, daß die


