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Bewegung, womit ſie dieſe Worte vorbrachte. Sieghatte eine Unwahrheit geſagt und ſie war noch nicht 3ch nt zu lügen. Ihre beſſere Natur ſträubte ſich gegen eine Miu⸗ ſchung, zu der ſie durch ihre eigenthümliche Lage ſichſſfetzt gezwungen fand. Sie war mit der Abſicht gekommen, der Oberin Alles zu geſtehen, ihr nichts zu verheimlichen, aber vor dieſem vornehm kalten Empfange erſtarrten alle die guten Vorſätze in der Bruſt und ſie verſchloß ängſt⸗ licher als je das Geheimniß ihres Lebens. Dagegen ver⸗ barg ſie nicht den Schmerz, den ihr die vorausſichtlich abſchlägige Antwort der Oberin bereitete; ihre Augen füllten ſich ſogar mit Thränen und ein ſchwerer Seufzer entrang ſich ihrer Bruſt. Ihrer leidenſchaftlichen Natur gemäß überließ ſie ſich ohne Rückſicht den Ausbrüchen der Verzweiflung, hervorgerufen durch ihre getäuſchten Er⸗ wartungen.
„So bin ich verloren,“ jammerte ſie,„rettungslos verloren.“
„Da ſei Gott dafür!“ entgegnete die Oberin, wel⸗ che trotz ihrer kalten Ruhe von der Wahrheit dieſer Kla⸗ gen ſich ergriffen fühlte.
„Ich ſtehe allein auf dieſer Welt ohne Eltern, ohne einen Freund.“
„Der Herr wird Ihr Schutz ſein und Sie nicht verlaſſen, wenn Sie ihn rufen.“ 4
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