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zeigte ihre imponirende Figur; ſie war hoch und ſhlank gewachſen, aber ihrer Geſtalt fehlte die natür a⸗ zie, und eine ſichtbare Magerkeit gab ihr ein kno, faſt männliches Ausſehen. 4*
„Was wünſchen Sie von mir?“ fragte ſie mit ei⸗ ner Stimme, die trotz des tiefen, ſonoren Tones trocken klang und keine Sympathie erwecken konnte.
Das Herz des jungen Mädchens ſchnürte ſich krampfhaft zuſammen, und das überſtrömende Geſtändniß, welches ſchon auf ihren Lippen zitterte, flüchtete ſich ſcheu in ihr Inneres zurück, ſo daß ſie kaum einige nichts ſa⸗ gende Worte hervorzubringen im Stande war.
„ Ich wünſche als Diakoniſſin aufgenommen zu wer⸗ den,“ erwiederte ſie verlegen mit niedergeſchlagenen Augen.
„Ein ſeltſamer Wunſch in Ihrem Alter. Wie hei⸗ ßen Sie?“
„Martha Berger,“ antwortete das Mädchen mit ſichtlicher Befangenheit.
„Haben Sie auch die zu Ihrer Aufnahme nöthigen Papiere mitgebracht?“
Die Angeredete überreichte der Oberin die verlang⸗ ten Dokumente, welche von dieſer mit großer Aufmerk⸗ ſamkeit geprüft wurden, wobei ſie von Zeit zu Zeit einen ſcharfen, durchdringenden Blick auf die Bittſtellerin warf.
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