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Der Geheimrath : ein Lebensbild / von Max Ring
Entstehung
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in der dunklen Finſterniß. Durch den Sohn ge⸗ wann das ganze Haus einen feſteren Halt, er war den Hilfloſen im erſten Augenblick eine willkom⸗ mene Stütze und beſonders der noch ſchwachen Mut⸗ ter ein wahrer Schatz in ihrer dermaligen Rathlo⸗ ſigkeit. Zunächſt ſorgte er für das Nöthigſte; er tröſtete, half und ordnete nach allen Seiten, wobei er an Martha einen tüchtigen Beiſtand fand. Sie wußte über alles Auskunft zu ertheilen, die Verhält⸗ niſſe aufzuklären und beſaß allein die nöthige Faſ⸗ ſung, um das verwirrte Hausweſen nach wie vor zu leiten. Nachdem ſo das Nächſte für die Zurückge⸗ bliebenen gethan war, beeilte ſich Friedrich das Loos des gefangenen Vaters zu mildern. Noch war es ihm nicht geſtattet, ihn zu ſehen; auch hielt er den Zeit⸗ punkt für eine gegenſeitige Verſtändigung nicht ge⸗ eignet, aber er that die nöthigen Schritte bei den Behörden im Vereine mit ſeinem Freunde Bormann, um eine oorläufige Freilaſſung gegen angemeſſene Bürgſchaft zu ermöglichen. Beide erboten ſich zu einer bedeutenden Kaution, die jedoch nicht angenommen wurde, dagegen wurde ihnen die möglichſt ſchonendſte Behandlung des Gefangenen zugeſichert und die Hoffnung eröffnet, daß ſchon in den nächſten Tagen der Familie der Zutritt geſtattet werden ſollte.