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von dem erſten betäubenden Schlage wieder erholt hatte, eine andere und beſſere Frau; ſie fand ſich ſelbſt im Unglück wieder und zugleich eine nie ge⸗ ahnte Selbſtverleugnung. Keine Klage kam mehr über ihre Lippen; den unglücklichen Mann entſchuldigte ſie nicht nur vor der Welt, ſondern auch in ihrem Innern, indem ſie ſich ſelbſt, ihren geſteigerten An⸗ ſprüchen, ihren verkehrten Wünſchen, die er aus mißverſtandener Liebe unter jeder Bedingung zu er⸗ füllen ſtrebte, den größten Theil der Schuld beimaß; aber ſie überließ ſich darum nicht einer unthätigen Verzweiflung, ſondern ſie ſuchte theils in wahrhaft religiöſer Hingebung an einen höheren Willen, theils in der ſtrengſten Erfüllung ihrer häuslichen Pflichten den inneren Troſt, welchen uns kein Anderer zu ge⸗ ben vermag. Mit dieſer geiſtigen Erhebung gewann ſie auch eine nie geahnte Herrſchaft über ihre kör⸗ perlichen Zuſtände zurück. Nach und nach verſchwand jenes Nervenleiden, das durch Unthätigkeit und müſſige Einbildung bereits einen hohen Grad er⸗ reicht hatte. Es trat auch hier eine jener wunder⸗ baren Heilungen ein, welche erfahrene Aerzte öfters bei außerordentlichen Unglücksfällen beobachtet haben und die ſich auf ein plötzliches Aufraffen der bisher gelähmten Energie zurückführen laſſen. In jeder


