Verwirrung und Verzweiflung laſſend. Der Gefan⸗ gene wurde in einen bereit ſtehenden Wagen geſetzt und ohne Aufſehen zu erregen vorläufig auf die Polizei gebracht.— Die Nachricht verbreitete ſich mit Blitzesſchnelligkeit durch die ganze Stadt und erregte, wie man ſich denken kann, das größte Auf⸗ ſehen. Der Geheimrath war eine allgemein be⸗ kannte Perſönlichkeit; er hatte bisher die größte Achtung genoſſen; auch ſtand er mit den angeſehen⸗ ſten Familien der Reſidenz in Verbindung. Die Theilnahme ſprach ſich wie immer bei ſolchen Gele⸗ genheiten in der verſchiedenſten Weiſe aus. Die höheren Stände, denen er angehörte, waren beſtürzt über das Verbrechen eines Mannes, der bisher mit ihnen Umgang gepflogen hatte. Niemand hatte eine Ahnung von den zerrütteten Verhältniſſen; das Ereigniß warf ein trübes Licht auf eine Welt voll Schein und Täuſchung und deckte ſchonungslos mit einemmale die geheimen Schäden der Geſellſchaft auf. Die große Menge genoß eine augenblickliche Befriedigung, daß die Gerechtigkeit ohne Anſehen der Perſon verfuhr; die Meiſten bedauerten die An⸗ gehörigen des Schuldigen und nur wenige empfan⸗ gen wahres Mitleid mit dem Unglücklichen ſelbſt. Die zurückgebliebene Familie machte all die trauri⸗
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