Augenblick freie Zeit und er ſteht vor der Kellerthür mit ſeiner Frau, er ſieht die Straße herunter und denkt ſich gar nichts, denn er iſt kein Freund von vielem Denken. Zuweilen thut er einen Zug aus ſeiner Pfeife, ie ihm ganz vortrefflich mundet; er bläſt den blauen Rauch vor ſich her und freut ſich, wie dieſer allerlei zierliche Kreiſe, Schleifen und Figuren bildet, bis er in der klaren Luft verſchwindet. Zu ſeinen Füßen ſpielt ſein Knabe von vier Jahren mit dem Haushund und wälzt ſich mit dem zottigen Buſen⸗ freund auf dem Trottoir herum. Die Frau des Vik⸗ tualienhändlers ſteht dabei und entſcheidet die kleinen Zwiſtigkeiten, welche ſelbſt zwiſchen den beſten Freun⸗ den nicht ausbleiben, mit der größten Unparteilich⸗ keit, indem ſie bald den Hund und bald das Kind mit einem leichten Schlage zur Ruhe bringt. Sonſt iſt es auf der ganzen Straße und beſonders in dem Hauſe vollkommen ruhig, wie es immer in den hei⸗ ßen Nachmittagsſtunden eines Julitages hier zu ſein pflegt. Selbſt das vielgequälte Klavier der Geheimrathstöchter feiert ſeine Sieſta, die ihm ge⸗ wiß zu gönnen iſt.— Dieſe Stille wurde jedoch mit einemmale durch das Rollen eines Wagens unterbrochen, er kam immer näher und näher, bis er vor der Thür des Hauſes hielt. Der Viktualien⸗
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