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die Töchter wachſen heran und verlangen eine theuere Erziehung, eine koſtſpielige Toilette. Man will ſie an den Mann bringen und führt ſie in die Geſell⸗ ſchaft ein; ſie gehen auf Bälle, und man gibt ſelbſt im Intereſſe der Kinder wieder Geſellſchaften, Thé danſants und Familienbälle, wenn man auch noch ſo ſchmal das Abendbrot einrichtet und die Gäſte hungern läßt, die gemietheten Klavierſpieler noch ſo ſchlecht bezahlt; es koſtet doch und die mäßigen Einnahmen wollen nicht ausreichen. Dann kommen Schulden, tauſend Verlegenheiten und fortwährende Unruhe im Hauſe.—
Gewiß thut daher der Viktualienhändler, der da unten im Keller wohnt und ſeine reichliche Nah⸗ rung hat, Unrecht, den Geheimrath um ſeine Stellung zu beneiden; dennoch thut er es. So ſind einmal die Menſchen; keiner iſt mit ſeiner Stellung zufrieden, und doch hat der Mann alle Urſache ſein Geſchick zu preiſen. Er hat bereits in ſeinem Geſchäft eine für ſeine Verhältniſſe anſehnliche Summe erſpart, und wenn er ſo fortfährt, kann er mit der Zeit noch ein wohlhabender Mann werden. Er muß frei⸗ lich den ganzen Tag ſich plagen und arbeiten, aber dafür ſchmeckt das Eſſen umſo beſſer und er ſchläft vollkommen ſorgenfrei. Jetzt hat er gerade einen
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