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Dem Herzen folgend, ſchon zum Mund geführt, Und deckte ſie mit liebevollen Küſſen. Da ſah er auf, und ſah mir in's Geſicht— Und tief erſchaudernd bebte ich zuſammen, Denn plötzlich ſchien er nicht mein Vater mir— In ſeinen ſonſt ſo klaren, hellen Augen Sah eine düſterrothe Gluth ich brennen, Die nicht gelöſchet, nur gedämpfet ſchien, Und zuckend ſchoß er einen grellen Blitz Nach mir— er traf mein Herz, ich hielt mich kaum. Da hörte dumpf ich ſeine Stimme dröhnen: „Nie kann der Mann Dein Gatte jemahls werden, „Für den in heißer Liebe Du entbrannt— „D'rum meide ihn, denn Beide ſeid Ihr ſonſt „Unrettbar fuͤr die Ewigkeit verloren!“— Da ſchwankte ich, es ſchwanden mir die Sinne, Bewußtlos ſank ich in der Mutter Arm— Und wie darauf ich zu mir ſelber kam, Da fand ich mich in meinem Bette wieder, Die Mutter ängſtlich mir zur Seite ſtehend, Und ſorgſamlich und bang um mich beſchäftigt. Und all das ganze Wunderbare war Mir gar nicht wiederfahren noch und nicht Geſchehen; nein, es war ein Traum im Traume. Benno. Dein Blut iſt aufgereget, liebe Bertha, Und dieß allein nur iſt der Grund des Traumes!


