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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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lich er ſollte uns ledig geben oder einen guten Beſcheid widerfahren laſſen, wie wir uns halten ſollten. Da beſchied er uns den andern Tag gen Borberg, allda wollte er zu uns kommen und uns guten Be⸗ ſcheid geben, wie er auch that. Und da er nun zu uns kam, da handelte er nichts mit uns, ſondern gab uns frei ledig und ohne alle Urfehde, und hielt ſich auch darnach dermaßen gegen mich, daß er mir einen großen vertraulichen Dienſt that, als mir kaum ein Freund gethan hat, und iſt auch ſeithero mein guter Freund und Herr geweſen und geblieben. Und, weil ich je im Handel bin, ſo habe ich des Artikels auch nicht vergeſſen wollen, wiewohl ich darob ge⸗ ſchlagen, gefangen und herabgeſtochen worden bin.

Zweites Kapitel.

Zum Andern, nach dem Allem hat mir Fran⸗ ciscus von Sickingen, mein Schwager, auf eine Zeit gen Meckmuͤhl geſchrieben, zu ihm gen Eberberg zu kommen, als ich auch gethan habe, und nahm meinen Weg von Meckmuͤhl gen Heidelberg. Ich hatte ein boͤs heimlich Leiden bei mir, daß mir nicht wohl war, und ließ meinen Harniſch, zum Theil

auch Schurz und Ermel und was es bem war, in . 1