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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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nach erfahren, wie das Urthel heraus kommen, und ich glaube, wenn ich gewußt, daß die fuͤnf das Ur⸗ thel ausſprechen ſollten, waͤre es mir etlicher Urſa⸗ chen halben hochbeſchwerlich geweſen. Allein ein Edelmann iſt unter ihnen geweſen; den kannt ich, der hatte nur Ein Auge und iſt ein Marſchalk von Pappenheim geweſen. Den haͤtte ich als einen Edelmann unverdaͤchtlich geachtet, aber die Andern zum Theil waͤren mir verdaͤchtig genug geweſen, aus Urſachen, daß die Geiſtlichen nicht meines Glaubens waren und ich mit denſelben Fuͤrſten in vielen Feh⸗ den und Handlungen geſtanden und derſelbigen Rich⸗ tern einen ſeines Herrn halben in Fehden niederge⸗ worfen und etliche Zeit gefangen gehabt hatte, wel⸗ chen ich doch als einen Biedermann allwegen in ſeinem Gefaͤngniß geſpuͤrt, und bin ſeithero nicht zu ihm kommen; aber zuvor, es ſei auf Bundestagen oder ſonſt geweſen, iſt er allwegen zu mir gegangen und hat mir die Hand geboten, ich hab ihn aber auch in ſeinem Gefaͤngniß, ſo viel an mir und moͤg⸗ lich geweſen, gehalten, als wie ein Frommer von Adel einen gefangenen Biedermann billig halten ſoll, wie er denn ohne Zweifel, ſo er noch am Leben, ſagen wird. An den andern drei Richtern, als Aebten und Praͤlaten, wer ſie ſind, haͤtte ich auch keinen Mangel gehabt, allein der Sekte halben, daß wir nicht Eines Glaubens ſind, wußte ich wohl, daß ich nicht viele Gunſt oder Gnade bei etlichen

geiſtlichen und weltlichen Fuͤrſten des Glaubens hal⸗