ben ſie gethan und einen feinen Mann, der zu Augs⸗ burg daheim geweſen, zu mir geſchickt, da habe ich, wie die Sachen beſchaffen, mit eigener Hand auf⸗ geſchrieben, daß es der Schreiber wieder abſchreiben ſollte und dem Bund uͤberantworten. Und uͤber eine lange Zeit darnach kommen etliche Bundesraͤthe zu mir in mein Gefaͤngniß und zeigten mir wieder etliche Artikel von dem Bunde an, das denn mei⸗ nem Schreiben und Verzeichniß ganz zuwider war, daß es mir im Herzen wehe that, dieweil ſie mei⸗ nem wahrhaften Schreiben nicht Statt oder Glauben geben wollten, und ſagte aus lauterm Zorn und Unmuth mit weinenden Augen: wer mir anders zumaͤße, denn wie in meinem Schreiben und Ver⸗ zeichniß, ſo ich dem loͤblichen Bunde zugeſchickt, ge⸗ meldet, der thaͤte mir Gewalt und Unrecht und leugt auf mich als ein ehrendiebiſcher Boͤſewicht, er ſei wer er wolle, das will ich mit Gottes Huͤlfe dar⸗ thun, als einem frommen ehrlichen von Adel ge⸗ buͤhrt. Und das noch mehr iſt, da ich aus der Gefaͤngniß gekommen bin, ſo habe ich muͤſſen ge⸗ loben und ſchwoͤren, dem Biſchof von Mainz und dem von Wuͤrzburg des Rechtens zu ſein, wie ich denn gethan habe. In derſelben Rechtfertigung ſchrieb mir ein Freund, Wolff von Freiburg, deren von Augsburg Hauptmann, der meiner Sache wahr⸗ lich treu und gut hat gemeint, iſt auch oftmals bei mir im Thurme geweſen und hat ſich aus Mitleiden als ein Frommer von Adel alles Guten gegen mich
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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
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