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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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aus freiem Willen, mein Leib und Blut, Leben und Gut in ihren Haͤndeln und Kriegen in Gefaͤhr⸗ lichkeit begeben und darob auch große Noth erlitten, dabei ich es jetzt, zumal ſo viel dieſen Artikel be⸗ ruͤhrt, auch beruhen und bleiben laſſen will.

Drittes Kapitel.

Und das noch mehr iſt, ſo bin ich zwei Jahr in dem Gefaͤngniß zu Augsburg gelegen, wie denn oben genugſam davon gemeldet, wie ich mich ge⸗ halten; uͤber das ich von hohen und niedern Staͤn⸗ den aus treuer Meinung bin gewarnt worden, dennoch habe ich mich meiner Sachen ſo frei ge⸗ wußt, daß ich kein Recht oder Billigkeit geſcheut und meiner Pflicht nach, unangeſehen der großen Ge⸗ faͤhrlichkeit und Warnung halben, ſo mir beſchehen, mich gen Augsburg geſtellt. Und als mich die Buͤndiſchen Raͤthe etlichemal angeredet haben des Baͤuriſchen Aufruhrs halben, da habe ich ihnen frei zu erken⸗ nen gegeben, ich wuͤßte mich ſolches mit Gott und den Rechten wohl zu verantworten, und ſie darauf gebeten, der Bund ſolle einen Schreiber zu mir ab⸗ fertigen, da wollt ich aufzeichnen laſſen, wie die Sache beſchaffen ſei, daß ich zu Gott verhoffte, der Bund ſollte einen Gefallen daran haben. Das ha⸗