faͤngniß hoch beſorgt oder ſchuldig gewußt haͤtte, daß ich wohl an einen Ort wollt geritten ſein, daß ſie mich ihr Lebenlang nicht ſollten gemahnet haben; wollt' demnach wohl Rath gefunden haben, oder wo ich mich geſtellt haͤtte, wollte ichs mit Unterſchied gethan haben, daß ich dann alles gewußt haͤtte als einer der lebt. Aber ich wußte mich ſolcher Sachen frei, unſchuldig, und das noch mehr iſt, da ich mich ſtellen ſollt und wollt,, da kam ich gleich in kurzen Tagen davor gen Wertheim zu meinem gnaͤ⸗ digen Herrn Grafen Georgen von Wertheim, der denn mein gar vertrauter und gnaͤdiger Herr war, der mir auch uͤber ſeinen Leib, Hab und Gut, Land und Leute vertraute, desgleichen vertraute ich Ihro Gnaden auch und er war mein Lehnherr dazu; und allda lag Herr Tillmann von Bremen, der war de⸗ rer von Nuͤrnberg Diener und Rittmeiſter und ſo⸗ ich recht behalten, ihr Schuldheiß darzu, und lagen alle in meiner Herberge zu Wertheim, da ich in⸗ nen lag.
Nun mein gnaͤdiger Herr Graf Georg der ſchickt gegen den Abend ganz ſpaͤt, da wir ſchon zu Nacht gegeſſen hatten, Einen zu mir in die Herberg, daß ich ſollt' am Morgen zum Fruͤheſten droben im Schloſſe ſein. Das that ich, fand auch Ihro Gnaden auf mich wartend, wie ſie mich beſchieden hatten, denn er war ein emſiger Herr in ſeinen Sachen, empfing mich, bot mir die Hand und fragte mich in allem
Guten und treuer Meinung, wie ich mich halten


