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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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allein ich gab ihnen meine zwei wieder und ließ ſie auf dem Tiſche ſtehen, denn ich wollt' ihrer nicht, weiß auch nicht wo ſie hingekommen ſind, ich habe ihrer keinen in mein Haus gebracht. Etliche Dinge kaufte ich den Bauern ab und waͤhnte, es waͤre Silber und uͤbergoldet, aber es waren meſſin⸗ gene Roͤhren und uͤbergoldet, und liehe mir auch Leonhard von Thurn daſſelbige Geld, das ich ihm wieder erſtattete und weiß nicht einen Pfennig, daß ich es genoſſen habe. Und hat mich gleichwohl nach ſolchem Handel glaubig angelanget, wie der Abt von Amorbach ſich hoͤren laſſen, er habe viel Silberge⸗ ſchirr verloren, und der Meinung, ob es ihm ent⸗ wendet waͤre worden, davon ich denn bei der goͤtt⸗ lichen Wahrheit nicht weiß zu ſagen, denn daß ich mit dem vermeinten Geſchirr als ob laut zum hoͤch⸗ ſten betrogen worden, welches die gruͤndliche Wahr⸗ heit iſt und viel guter ehrlicher Leute darum wiſſen. So hat man auch daſſelbige Silbergeſchirr, das der Moͤnch klagte, darnach, da er ſterben wollte, hinter ihm ſelber unter ſeinem Bette, darauf er geſtorben iſt, gefunden. Iſt gut zu denken, daß ers ſelber wollt behalten und wollen verdeſtilliren. Das hat mir meiner Pfarrherrn Einer, der ein frommer ehr⸗ licher Mann war, und von dem nie keine Luͤgen gehoͤrt worden, angezeigt, mit Namen Friedrich Wohlfarth, der dann laͤnger als 50 Jahr mein und meiner Bruͤder Pfarrherr zu Jaxthauſen und Neuen⸗ ſtaͤbten geweſen; der hatte es von etlichen Moͤnchen