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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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gelten muͤſſen, aus der Urſache, daß ich meiner Ge⸗ luͤbd und Pflicht, einen Monat bei ihnen zu blei⸗ ben, nicht nachgekommen waͤre, und moͤchten daſ⸗ ſelbe als eine Urſache fuͤrgewendet haben, damit es viel unſchuldigen Leuten vom Adel und andern zum Nachtheil gereicht haben wuͤrde. Indem gab Gott der Allmaͤchtige dem Schwaͤbiſchen Bunde Sieg und Gluͤck, daß ſie einen Haufen im Lande zu Schwaben ſchlugen. Da merkte ich wohl, daß ihnen die Katze den Ruͤcken hinauf lief, darum ſie denn bald zu Wuͤrzburg aufbrachen, und zogen her⸗ aus auf Lauda zu und hatten das erſte Lager an der Tauber, darnach zu Krautheim, darnach auf die Neuenſtadt an der Linde und durch die Hohenlohi⸗ ſchen Orte, und blieb ich bei ihnen bis gen Adols⸗ furth, das iſt auch Hohenlohiſch. Da hatten ſie ein Lager, und war eben auf denſelbigen Tag meine Zeit und Ziel der vier Wochen, die ich zu ihnen verpflichtet war, aus und dachte ich, nun iſt es Zeit, daß Du ſiehſt, was Du zu ſchaffen haſt. Und ich glaube nicht, daß ſie es wußten, daß meine Zeit aus war, ich aber wußte es wohl, denn ich rechnete ſchier alle Tage daran. Alſo Gott der All⸗ maͤchtige gab Gluͤck, daß ich von den boͤſen oder frommen Leuten, wie ich ſagen ſoll, loskam.

Nun hat ein jedweder ehrlicher verſtaͤndiger Menſch, er ſei wer er wolle, aus dieſer meiner ſchriftlichen Anzeigung leichtlich und wohl zu verneh⸗ men, ob ich mich wohl oder uͤbel bei dem Bauern⸗